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Auftaktveranstaltung

In Folge des Beschluss des Kreisausschusses vom 5. Juni 2013 zur Erstellung eines regionalen Inklusionsplanes fand am 21.02.2014 die Informationsveranstaltung zur Inklusionsplanung in der Kreisverwaltung Herford statt. Es wurden die Ziele und Aufgaben, die geplanten Erhebungsschritte, die themenspezifische Workshops sowie der Arbeits- und Zeitplan für den Planungsprozess eingehend erläutert. In der Auftaktveranstaltung wurden in einer Arbeitsphase Anregungen für Schwerpunktsetzungen des Inklusionsplanungsprozesses durch die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Herford gesammelt. An zehn Stellwänden wurden unterschiedliche Themen unter den Teilnehmern der Auftaktveranstaltung diskutiert und die Ergebnisse von Moderatoren an Stellwänden dokumentiert. Anschließend wurden im Plenum die jeweils wesentlichsten Schwerpunkte der Diskussion von den Moderatoren kurz vorgestellt. Im Folgenden werden die jeweiligen Diskussionsergebnisse knapp dargestellt:



  • Begrüßung und Begründung des Vorhabens durch Landrat Christian Manz
  • Inklusion vor Ort - Herausforderung der Inklusionsplanung Prof. Dr. Albrecht Rohrmann (Universität Siegen – ZPE)
  • Vertreter des Behindertenbeirates des Kreises Herford (Hans Gerd Adolphy)
  • Vertreter kreisangehöriger Städte / Gemeinden
  • Arbeitsphase in moderierten Gruppen zur Themen- bzw. Stichpunktesammlung
  • Vorstellung der Arbeitsschritte der Inklusionsplanung für den Kreis Herford (Hans Oliva – FOGS)
  • Verabschiedung (Dezernent Paul Bischof)

 

1.    Die Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen im Kreis, den Städten und Gemeinden und bei der Inklusionsplanung


Schlagworte des Posters: Teilnehmer der Auftaktveranstaltung vor der Stellwand Nr.6

  • Dezentrale Vertretungsstrukturen
  • Unterstützung durch zentrale Struktur
  • Siegel für Inklusion
  • Vertretung von bestehenden Gruppen u. engagierten Personen entwickeln (Vlotho)
  • Wahl der richtigen Terminologie: Behindertenbeirat /Aktionsgruppen oder Inklusionsforum?
  • Wie gewinnt man Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen
  • Schutz vor Benachteiligung
  • Inklusion bei allen Entscheidungen mitdenken (Mainstreaming)
  • Sachkundige Bürger/innen in Ausschüsse einbeziehen
  • Information

 

Fazit:

Die Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen im Inklusionsprozess soll in den Städten und Gemeinden an bestehende Strukturen und Initiativen anknüpfen. Sachkundige Bürger/innen sollen in Ausschüsse einbezogen werden. Ziel muss es sein, dass Inklusion bei allen Entscheidungen im Sinne des Mainstreaming mitgedacht wird. Es wurde intensiv diskutiert, dass hierzu eine Vertretung auf drei Arten notwendig ist: Ein eher weit gefasstes offenes Forum, wie z.B. ein Inklusionsforum, eine Form der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen und Aktionsgruppen, die sich für ganz bestimmte Themen stark machen und dort politischen Druck erzeugen.
Im Zusammenhang der Inklusionsplanung sollte berücksichtigt werden, wie für alle Gemeinden geeignete Formen gefunden werden durch die Inklusion umgesetzt wird und die Interessen von Menschen mit Behinderungen gewahrt werden.

 

2.    Die Sensibilisierung für das Thema Inklusion in der Bevölkerung


Personen vor der Stellwand Nr. 2 Sensibilisierung für das Thema Inklusion in der Bevölkerung Schlagworte des Posters:

  • Filme als Medium
  • Internet als Plattform
  • „es muss mehr in den Medien passieren“
  • Wie wollen wir trotz/wegen Unterschiedlichkeit leben?
  • Was beinhaltet „wir“
  • Positive/gute Beispiele bekannt machen
  • Mehrwert von Inklusion
  • Barrieren im Kopf abbauen,
  • Aufklärung
  • Informationsweitergabe in Kita und Schule
  • Projektwochen i.d. Schule zu Behinderung
  • Lernen zu teilen
  • Sozialräume
  • Leichte Sprache für Verwaltung
  • Einrichtungen und Vereine, etc. öffnen
  • Tag der Migration und Inklusion
  • Rolliaktions-Front
  • Ressourcen bereitstellen

 Fazit:

Die Bedeutung von Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung wurde für das Ziel der Schaffung einer inklusiveren Gesellschaft für sehr bedeutend gehalten. Ziel ist es Barrieren in den Köpfen zu überwinden. Als besonders hilfreich wurde die Darstellung von guten positiven Beispielen eingeschätzt. Nur durch ein gelebtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung können Barrieren überwunden werden. Es wurden verschiedene Ansatzpunkte für Initiativen in diesem Bereich genannt:

  • Aktionen in Bildungseinrichtungen
  • Informations- Pressearbeit zum Mehrwert von Inklusion
  • Stärkere Verbreitung leichter Sprache
  • Bereitstellung von Ressourcen für den Prozess


Die Vermittlung von positiven Beispielen gelebter Inklusion und dem damit verbundenen Mehrwert für alle Teile der Gesellschaft kann im Zusammenhang der Inklusionsplanung Kernbestandteil einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit sein.

3.    Barrierefreiheit für blinde Menschen


Personen vor Stellwand drei. Thema Barrierefreiheit für blinde Menschen Schlagworte des Posters:

  • Aufzüge mit Sprachausgabe, Brailleschrift und Keilschrift
  • Leitsystem taktile Hilfen
  • Akustische Signale bei übertreten von Lichtschranken bei Gefahren
  • Zügige Änderung der Landesbauordnung in Richtung barrierefreies Bauen
  • Wenn gebaut wird, dann barrierefrei, egal was es kostet!
  • Bei Straßen Kompromiss 3 cm beachten
  • Akustische Ampelanlagen

 

Fazit:

Die Barrierefreiheit ist für Menschen mit (Seh-)Behinderungen eine Frage von höchster Priorität. Neben Maßnahmen zur Beseitigung bestehender Barrieren, wie das Nachrüsten taktiler Leitsysteme und akustischer Ampelanlagen, lag ein Schwerpunkt auf der Schaffung von Normen zum barrierefreien Bauen. So ist eine Forderung an die momentan stattfindende Überarbeitung der Landesbauordnung, dass unabhängig von den entstehenden Kosten bei größeren Gebäuden immer barrierefrei zu bauen sei und andernfalls eine Baugenehmigung nicht erteilt werden dürfe.
Die für die Planung und Genehmigung von Baumaßnahmen im Kreis Herford verantwortlichen Personen  sollten für die Bedeutung der Barrierefreiheit für Blinde und Sehbehinderte Menschen im Zusammenhang der Inklusionsplanung sensibilisiert werden und Beteiligungsverfahren vereinbart werden.

 

 

 

 

 

4.    Barrierefreiheit für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen

Teilnehmer vor Stellwand Nr 4 im Foyer des Kreishauses. Thema der Stellwand: Barrierefreiheit für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen Schlagworte des Posters:

  • Barrierefreiheit für alle Menschen, und überall
  • Keine wirkliche Barrierefreiheit bei Bauten
  • Info über barrierefreie Einrichtungen
  • Siegel als Qualitätsstandard
  • Alle sportlichen, Kultur Einrichtungen
  • Sportliche Aktivitäten für blinde mit Assistenzbedarf z.B. Schwimmbäder
  • Zugangsmöglichkeiten zum Schwimmbad
  • Barrieren beim Sport weil leistungsorientiert
  • ‚Zwang‘ zur Kommunikation schafft Gelegenheit zum Abbau von Vorbehalten
  • Benennung von behinderten Menschen als Fachleute die zu beteiligen sind
  • Rechtzeitige Beteiligung von behinderten Menschen als Fachleute in eigener Sache bei Baumaßnahmen
  • DIN Normen sollten bei den Fachleuten fest verankert sein
  • Interessenausgleich wegen Kosten/Mittel Einsatz

 

Fazit:

Ein wesentliches Mittel zur Beseitigung von physischen Barrieren ist die Beteiligung von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen als Fachleute in eigener Sache. Barrieren bestehen aber nicht nur in physischer Manifestation sondern auch in verbreiteten Handlungsmustern, wie der Leistungsorientierung im Sport. Durch ein gelebtes Miteinander kann sowohl das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Beseitigung von materiellen wie immateriellen Barrieren geschaffen werden.
Ein Schwerpunkt der Inklusionsplanung kann für diesen Bereich daher in der Identifizierung und Überwindung von Barrieren im Zusammenhang mit Sport und Kultureinrichtungen gesehen werden.

 

 

 

5.    Barrierefreiheit für Menschen, die schwerhörig oder gehörlos sind.


Schlagworte des Posters: Personen vor Stellwand Nr.5 Thema: Barrierefreiheit für Menschen, die schwerhörig oder gehörlos sind.

  • Pflegepersonal im medizinischen Bereich sollte Grundlagen der Gebärdensprache beherrschen
  • Im Krankenhaus sollte bei Fragen und Anliegen eine Assistenz gewährt werden. Eine Idee kann die Einstellung gehörloser Mitarbeiter sein
  • Im ÖPNV fehlen manchmal optische Signale z.B. f. den Ausstieg
  • Verbreitung leichter Sprache
  • Sensibilisierung von Mitarbeitern
  • Projekt in der Schule: Gebärdensprache lernen
  • In Geschäften ein Symbol aufhängen falls Gebärdensprache vorhanden
  • Sensibilisierung von Hörenden im Umgang mit Gehörlosen Beispiel Stadt Herford Schulung der Mitarbeiter zu diesem Thema

Fazit

In allen Bereichen sollte sich Gebärdensprache und leichte Sprache weiter verbreiten um die Barrierefreiheit zu erhöhen. Wesentliche Bereiche sind hier die Verwaltung, der ÖPNV, Einzelhandel, aber auch medizinische Einrichtungen. Neben konkreten Maßnahmen wie der Durchführung von Schulungen und optischen Signalen dienen auch Maßnahmen der Sensibilisierung in Bezug auf Gebärdensprache der Verbesserung der Barrierefreiheit. Beispielsweise könnte in Schulen Projekte dazu durchgeführt werden, damit wahrgenommen wird, dass es gehörlose Menschen unter uns gibt und dass man leicht ein Mindestmaß an Gebärden erlernen kann.
Im Zuge der Inklusionsplanung sollten Maßnahmen zur Sensibilisierung breiter Bevölkerungsgruppen ins Auge gefasst werden, aber auch gezielt Personal in besonders sensiblen Bereichen des täglichen Lebens (insbesondere medizinische Einrichtungen und Verwaltungen) geschult und weitergebildet werden.

6.    Barrierefreiheit für Menschen mit Lernschwierigkeiten

Sitzende Teilnehmer vor der Stellwand mit dem Thema Barrierefreiheit für Menschen mit Lernschwierigkeiten

Schlagworte des Posters:

  • Symbol und einfache, leichte (Bild)Sprache    
  • Inhaltliche Anpassung von Texten
  • ‚einfache‘ Software für Automaten z. B. Geldautomat, Fahrscheinautomat (Mehr Menschen einsetzen)
  • Stärken von Menschen mit Lernbehinderung herausstellen und wahrnehmen
  • Mehr Qualität als Quantität im Bildungsbereich
  • Zeit und Geduld im Umgang mit Menschen (Bsp. Bei der Bedienung von Automaten)
  • Abgleich von Fähigkeiten und Notwendigkeiten im Arbeitsleben
  • Mehr einfache Arbeitsplätze schaffen. Mehr Praxis als Theorie. Absenkung der Zugangsschwellen
  • Mehr Verständnis (Akzeptanz) für Anomalitäten  Menschen, die „Anders“ sind
  • Keine Ausgrenzung
  • Vielfalt als Normalität- keine Abwertung von Schülern bspw. Legasthenie führt nicht zu schlechter Bewertung

 

Fazit:

Vom Thema Barrierefreiheit für Menschen mit Lernschwierigkeiten sind alle Lebensbereiche, von der Schule bis hin zum Beruf betroffen und Teil der Diskussion gewesen. Ein wesentlicher Punkt dabei war die Stärken von Menschen mit Lernschwierigkeiten wahrzunehmen und herauszustellen und weniger defizitorientierte Botschaften zu verbreiten. Auch die Verwendung von Symbol- und Bildsprache ist in vielen Lebensbereichen, wie bei einfacher Software für Automaten wichtig. Von der Forderung nach mehr Zeit und Geduld im täglichen Miteinander profitieren im Endeffekt alle Menschen.
Sowohl die Vermittlung von positiven Beispielen im Zusammenhang der Inklusion von Menschen mit Lernschwierigkeiten, als auch die Verbreitung von Kenntnissen im Bereich leichte Sprache können Schwerpunkte für die Inklusionsplanung sein.

7.    Barrierefreiheit für Menschen mit chronisch psychischen Erkrankungen


Schlagworte des Posters: Blick in das Forum des Kreishauses. Vor verschiedenen Stellwänden stehen Personengruppen

  • Leistungsdruck mindern (Turbo-Abi, Arbeitswelt)
  • Wohnungshilfe
  • Zeit nehmen zur Begleitung
  • Empathische Fähigkeiten fördern
  • Freiräume „verrückt“ zu sein
  • Digitale Information keine Gestik
  • Berücksichtigung des Alters
  • Selbsthilfe
  • Ressourcen stärken
  • Niedrigschwellige Angebote
  • Stigmatisierung entgegenwirken
  • Wer definiert „psychisch erkrankt“

 

Fazit:

Die individualisierten Lebensbedingungen unserer Leistungsgesellschaft bringen auch Opfer mit sich. Diese Tendenzen stehen der Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen häufig entgegen. Es sollten Lebensbedingungen so verändert werden, dass nicht nur Menschen mit psychischen Erkrankungen Räume des Ausgleichs haben. Hierbei wird eine Stärkung der Selbsthilfe als wichtig angesehen. Aber auch die Schaffung von Freiräumen, auch verrückt sein zu dürfen.
Die Bekämpfung von Stigmatisierung ist hierbei ein wesentlicher Aspekt der evtl. mit  der Stärkung der Selbsthilfe im Rahmen der Inklusionsplanung verbunden werden kann.

8.    Die inklusive Gestaltung von Bildungseinrichtungen


Teilnehmer vor Stellwand Nr.8 Thema: Die inklusive Gestaltung von Bildungseinrichtungen Schlagworte des Posters:

  • Zunächst irritiert, dass die Inklusion mit der Destabilisierung beginnt.
  • Ungleichheit gesellschaftlicher Prozess / schulischer Prozess
  • Offene Kinder- und Jugendarbeit
  • Kindertageseinrichtungen
  • Einbindung von Eltern in die Bildungseinrichtungen
  • Nah an Schulzentren
  • Den betroffenen Familien muss die Rückkehr an eine Förderschule möglich bleiben, wenn dies für das Kind besser ist.
  • Schulsozialarbeit
  • Begegnung gemeinsam
  • Bildungsangebote in der Freizeit
  • Begegnung über gemeinsame Interessen
  • Ferienfreizeit
  • Volkshochschule/Musikschule, Bibliotheken
  • Kostenlose Teilnahme an Gebärdensprachkursen ( Angebot)
  • Bestandsaufnahme inklusiver Angebote
  • Unterstützungsmaßnahmen im Übergang in den Beruf (Coaches,…)
  • Vermittlung in den 1.Arbeitsmarkt (aus dem Berufskolleg heraus)

 

Fazit:

Ein Schwerpunkt der Diskussion waren Bildungsangebote in der Freizeit. Hierzu zählen neben Bildungseinrichtungen, wie die Volkshochschulen, Jugendzentren, Musikschulen, Bibliotheken und ähnlichen Angeboten. Auch diese haben einen wesentlichen Einfluss für eine gelingende Inklusion.
Diese Institutionen sollten bei der Inklusionsplanung mit berücksichtigt werden. In diesen Bereichen sollte eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden, aus der hervorgeht welche Angebote inklusiver Natur schon vorhanden sind.

 

9.    Die inklusive Gestaltung von Diensten und Einrichtungen für die Allgemeinheit (z.B. Verwaltungen, Geschäfte, Sportvereine, Freizeiteinrichtungen, ÖPNV oder Geschäfte)


Schlagworte des Posters: Teilnehmer vor Stellwand Nr. 9 Thema: Die inklusive Gestaltung von Diensten und Einrichtungen für die Allgemeinheit (z.B. Verwaltungen, Geschäfte, Sportvereine, Freizeiteinrichtungen, ÖPNV oder Geschäfte)

  • Bauliche Barrieren (Türen, Aufzüge, Bordsteine (Kreisverwaltung)
  • ÖPNV - Absenkung
  • Beschilderung Bushaltestelle - LED niedriger
  • Beschilderungen Verwaltung
  • Anmeldung zu ÖPNV/Taxi ist kostenpflichtig warum?
  • Busfahrplan erweitern Abendstd. (gilt für alle)
  • Akzeptanz z.B. Diskobesuch
  • Begleitung im Supermarkt / Einzelhandel
  • Besser zugängliche Parkplätze im Einzelhandel
  • Orte/ Plätze in Geschäften zum Ausruhen / verweilen
  • Geschultes Personal
  • Einfache Sprache, Piktogramme
  • Kommunikation über Verkehrsangebote Radio Hörfunk
  • Inklusion im Sport, Neue Angebote im Sport
  • Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen
  • Trainingsmöglichkeiten
  • Zertifikaterwerb für inklusiven Sportverein  und weitere Institutionen
  • Vereine, Verbände - „inklusive“ Ausbildung Übungsleiter
  • Sportverbände öffnen kann das gehen?
  • Gemeinsame Sportaktivitäten /-angebote
  • Regelungen Vorschriften allgemein
  • Partizipation in jeder Phase
  • Menschen mit Behinderungen im stetigen Prozess partizipieren
  • Menschen mit Behinderungen im Beruf, in Freizeit auch in Führungspositionen

 

Fazit:

Ein Schwerpunkt der Diskussionen, ist die Vereinsarbeit. Warum gibt es Gruppen für Menschen mit und ohne Behinderungen? Warum führt man diese nicht zusammen? Gibt es Möglichkeiten Anreize zu setzen, diese gemeinsam umzusetzen und zu gestalten. Darüber hinaus ist auch die Verfügbarkeit von öffentlichen Personen Nahverkehr angesprochen worden, auf den viele Menschen mit Behinderungen angewiesen sind. Hier erscheinen die Angebote ausbaufähig. Nicht nur in diesem Bereich ist die Schulung von Personal ein Mittel Verständnis zu vermitteln und Berührungsängste abzubauen.
Die Möglichkeiten einer inklusiveren Vereinsarbeit zu beleuchten sollte ein Schwerpunkt der Inklusionsplanung sein.

10.    Inklusionsorientierte Unterstützungsdienste für Menschen mit Behinderungen (z.B. Dienste zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt; alternative Wohnformen)


Teilnehmer vor Stellwand Nr.10 Thema: Inklusionsorientierte Unterstützungsdienste für Menschen mit Behinderungen (z.B. Dienste zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt; alternative Wohnformen) Schlagworte des Posters:

  • Quartiersorientierung
  • Sozialräumliche Orientierung
  • Sozialräumliche Abstimmung, Vernetzung
  • Vernetzung über Inklusionsplattform
  • Fahrdienste
  • Pers. Budget Unterstützung
  • Elternassistenz
  • Assistenzpool
  • Mehr integrationsbetriebe
  • Kommunale Aufträge an Integrationsbetriebe. Bei Vergabe an Integrationsbetriebe bei bis zu 10 % höheren Preisen
  • Beschäftigung von Behinderten in Verwaltungen erhöhen
  • Ausgelagerte WFBM Arbeitsplätze auch in Verwaltungen (Assistenz)
  • Erweiterung der Telearbeit
  • Verstärkte Beschäftigung von Behinderten in Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Info und Aufklärung für Arbeitgeber
  • Ausgleichsabgabe erhöhen
  • Förderschulen Bezug zur Arbeit herstellen
  • Integrationsamt- auch Ausbildung
  • Auflösung der Trennung ambulant - stationär
  • Unterstützende Wohnangebote gegen Vereinsamung
  • Größere Stärkenorientierung vs. Handicap
  • Übergang von SGB XII in SGB II
  • Keine Einkommensprüfung
  • Angebotserweiterung

 

Fazit:

Schwerpunkte waren die Themen Wohnen, Arbeit und Freizeit. Was brauchen Menschen mit Behinderungen um diese Angebote erreichen und annehmen zu können? Um mehr Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu beschäftigen wurden die Vergrößerung der Anzahl von Integrationsbetrieben und die Erhöhung der Schwerbehindertenabgabe als Maßnahmen vorgeschlagen. Das Thema Wohnen orientierte sich an dem Quartiersgedanken und der Sozialräumlichkeit. Das Thema Mobilität ist für Mensch mit Behinderung, aber auch zunehmend für ältere Menschen von großer Bedeutung. Als Idee wurde eine Inklusionsplattform eingebracht auf welcher, alle möglichen Angebote, die üblicherweise auch ehrenamtlich vorgehalten werden, einzusehen bzw. einzustellen sind.